Lucie und ihr Mann lieben die USA – und so war es keine Frage, dass sie auch ihren Kids die wunderschönen Landschaften dieses Landes einmal zeigen wollten. Mit dem Wohnmobil haben sie die bekanntesten und schönsten Nationalsparks besucht und sind von L.A. bis nach Denver gefahren. Eine unvergessliche Zeit für die Familie, von der Lucie uns heute im Interview berichtet …

Wie alt waren deine Kinder zum Zeitpunkt deiner Reise und wo ging es hin?

Ich blicke heute noch immer gerne auf unsere USA-Reise zurück. Unser Ziel war der Südwesten der USA mit seinen berühmten Nationalparks. Wir starteten in L.A. und fuhren über Palmsprings – Phoenix – Sedona – Grand Cayon – Lake Powell – Canyonlands – Moab bis nach Denver.

Es war so eine tolle, entspannte und dabei spannende Zeit, die wir gemeinsam mit unseren Kindern verbracht haben. Nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns Eltern. Ein wenig Bedenken haben wir bei unserem Junior gehabt, denn er war gerade mal 3 Jahre alt. Ein sehr unternehmungslustiges Alter, sage ich nur. Dafür war die Lara (8 Jahre) schon alt genug, um diese Reise bewusst mitzuerleben.

Wieso hast du dieses Reiseziel gewählt?

Lange haben wir hin und her überlegt, aber eigentlich war es von Anfang an klar. Wir möchten gerne in die USA! Früher, ohne Kinder, war ich mit meinem Mann öfter in den Staaten. Die Trips damals waren natürlich von einer anderen Art und Weise, aber ich kann nur eins sagen, die USA sind ein tolles Land! Und wenn man von dem Land auch etwas sehen möchte, und nicht jeden Tag auf´s Neue die Koffer packen möchte, bleibt einem nur eins übrig: ein Wohnmobil mieten und das Land erleben.

Was musstest du im Vorfeld im Bezug auf deine Reise besonders planen?

Wir haben uns grob über die Ziele und um das, was wir sehen möchten, zuhause Gedanken gemacht. Da mein Mann länger in den Staaten war, u.a. auch dort seine Ausbildung gemacht hat, hat er schon grob den Überblick gehabt wie lange und wo und was wir sehen sollten. Natürlich haben wir uns gemeinsam über die Route unterhalten, aber alles andere hat sich während der Reise ergeben. Teilweise haben wir für eine Station einen Tag eingeplant, und sind dann doch zwei Nächte geblieben. Wir wussten nur, wir müssen am Tag X in Denver ankommen!

Zuhause haben wir uns Videos über Schlangen und Skorpione angeschaut, um die Kinder über ihr Verhalten und die damit verbundenen Gefahren aufzuklären. Wir haben eine klare Regel aufgestellt: Die Schuhe vorm Anziehen immer ausklopfen (wg. der Skorpione) und die Wege in der freien Natur dürfen nicht verlassen werden.

Was war die größte Herausforderung auf eurer Reise?

Ui, die ganze Reise war eigentlich eine Herausforderung für uns. Daheim haben wir uns Gedanken über das Reisen mit Kindern und das dazugehörige Programm gemacht! Viel zu viel eigentlich, denn die Kinder haben auf der Reise ganz anders getickt als Zuhause. Aber die absolute Herausforderung waren die Nächte. Also freie Übernachtungsplätze in den Nationalparks für unseren RV (Recreational Vehicle = Wohnmobil) zu finden, das Timing für’s Ankommen und alles drum rum – Spannend, spannend sage ich nur. Aber was toll war, die Plätze sind sehr gut ausgeschildert und die Ranger waren immer super freundlich und hilfsbereit. Wir haben nie ein Problem gehabt.

Inwieweit ist deine Reise planbar gewesen, wo musstet ihr spontan sein?

Planbar war unsere Route nicht zu 100 %. Klar haben wir einiges unterwegs abgeändert, mal sind wir spontan eine Nacht länger geblieben, wie am Lake Powell, mal haben wir eine Station ausgelassen. Wir haben nach Lust und Laune entschieden.

Zum Schluss wurde die Zeit dann doch ein wenig knapp. Wir mussten von Moab nach Denver (mit einem kleinen Zwischenstop) fast durchfahren: 720 km (436 Meilen). 720 km sind in Europa in einem Tag locker machbar. In den USA mit dem Wohnmobil nicht! Außerdem ging es über die Rockies bis über 3.400 m! Und wo wir wirklich spontan sein mussten, war in Denver! Der Flug war leider überbucht und wir sind nicht mitgekommen. Das hieß Gepäck umladen, schnell ein Hotel buchen und noch einmal ein Auto mieten … und dann noch die Schule! Unsere Große war schon schulpflichtig! Also anstatt sonntags sind wir erst am Montag zurück gekommen.

Deine 7 Tipps für das Reisen mit Kind?

Bei der üblichen Reiseplanung würde ich hier unzählige Sachen aufzählen. Aber mit dem Wohnmobil ist es schon was anderes. Was ich aber für unsere Reise wichtig fand und jedem wirklich empfehlen möchte:

  1. Bezieht eure Kinder mit in die Reiseplanung ein.
  2. Klärt sie ihr über die Gefahren auf.
  3. Gute Reiseapotheke, ggf. in den Staaten „First aid“ kaufen!
  4. Immer genügend Wasser dabei haben.
  5. Ausmalbücher gehen immer und nehmen nicht viel Platz im Koffer weg.
  6. Nehmt euch nicht zu viele Stationen vor, denn die Kinder möchten gerne auch mal länger an einer Stelle bleiben.
  7. Traut euch mit den Kindern wandern zu gehen und behaltet die Kids dabei immer im Blick.

Wir hatten eine wunderschöne Zeit und wir planen schon den nächsten Trip in die Staaten! Diesmal mit drei Kids! Dann werden wir in San Francisco starten und in Richtung Seattle/Vancouver fahren! Mein Reisetagebuch und weitere Tipps könnt ihr auf www.familyundliving.de nachlesen.

Mehr Fotos von Lucies Reise gibt es hier:

         


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