Bewegung für Kinder

Es wird immer gesagt, dass Kinder einen natürlichen Bewegungsdrang haben. Das trifft bei unserem Kurzen auch zu. Trotzdem finde ich mich oft in der Situation wieder, dass wir bei Ausflügen an den Punkt kommen, wo nur noch „Auf Armi!“ gefordert wird. So kann aus einem entspannten Spaziergang ganz schnell eine Fitness-Übung für mich als Mutter werden, denn ein 13-Kilo-Kind von A nach B zu befördern ist verdammt kräfteraubend.

Pia und Karl

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird empfohlen, dass Kinder sich jeden Tag mindestens eine Stunde bewegen sollen, Schulkinder sogar drei Stunden. Für mich mit meinem Anderthalbjährigen hört sich das fast schon ein bisschen wenig an. Denn momentan will er nur raus und die Welt entdecken – natürlich immer zu den Zeiten und in dem Tempo, wie es ihm am besten passt. Gerade wenn der Elternalltag stressig und an Termine gebunden ist, fällt es uns oft schwer, genügend Zeit einzuplanen für die Spiel- und Bewegungszeit. Damit das aber trotzdem klappt, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht und möchte euch heute 7 Tipps geben, um Bewegung für Kinder in den Alltag zu integrieren.

Hier vorab schon einmal unser schönes Video zum Thema:

Bewegung für Kinder im Alltag integrieren: Sei ein Vorbild!

Ein Kind „formt“ man nicht durch Erziehung, sondern durch das, was man ihm jeden Tag vorlebt. Dementsprechend möchte ich meinem Kind natürlich mit gutem Beispiel voran gehen. Was bedeutet das für mich im Alltag? Wir leben in Bremen, einer Stadt, in der alles zu Fuß, mit der Bahn oder dem Rad in kurzer Zeit zu erreichen ist. Natürlich haben wir vor der Geburt von Karl überlegt, ob wir uns ein Auto zulegen sollen, aber wir haben uns dafür entschieden auf CarSharing oder das Leihen bei Freunden zurückzugreifen. Denn ganz ehrlich, wenn wir ein Auto hätten, würden wir sicher öfter davon Gebrauch machen.

So fahren wir jeden Tag unser Kind mit dem Rad zur Krippe, holen ihn wieder ab und auch andere Ziele erreichen wir mit dem Rad. Wenn ich Zeit habe und der Kurze Lust, dann laufen wir auch den Weg von der Krippe nach Haus. Mit vielen schönen Zwischenstopps, womit ich gleich bei Punkt 2 wäre.

Kind Wiese

Bewegung für Kinder im Alltag integrieren: Schöne Laufstrecken finden

Strandspaziergang an der stürmischen Nordsee oder ein Spaziergang zum Rewe um die Ecke? Ganz ehrlich – jedem macht Bewegung in einem schönen Umfeld viel mehr Spaß. Deswegen lohnt es sich, gerade bei alltäglichen Routen einmal zu schauen, ob es nicht etwas schönere Umwege gibt, auf denen es etwas zu entdecken gibt. Wir fahren morgens zur Krippe zum Beispiel nie den direkten Weg an der Hauptstraße entlang, sondern nehmen den Umweg am See entlang, wo es Vögel, Eichhörnchen und Enten zu bewundern gibt. So ergibt es sich oft einfach so, dass wir anhalten, weil der Kleine laufen und die Enten im Wasser beobachten möchte.

Kind mit Enten

Bewegung für Kinder in den Alltag integrieren: Aufgaben verteilen

Wenn alle Tiere gefunden sind und ausgiebig beobachtet wurden, dann ist meine nächste Geheimwaffe – eine Mission finden. Was kann das sein? In unserem Fall, da der Kurze ja noch sehr jung ist, können das schon die simpelsten Aufgaben sein, wie zum Beispiel jetzt im Herbst Kastanien oder Blätter zu sammeln. Toll ist natürlich, wenn das Kind sein eigenes kleines Körbchen hat, in dem die Schätze gesammelt und mit nach Hause gebracht werden. So gibt es auch gleich Material für den nächsten Bastelnachmittag, wenn es draußen regnet.

Spaziergang mit Kind

Bewegung für Kinder in den Alltag integrieren: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung

Dem Irrglauben, dass man bei Regenwetter nicht rausgehen kann, sind eigentlich nur Erwachsene verfallen, wie mir neulich mal wieder unfreiwillig aufgefallen ist. Es regnete, wie so oft hier im Norden, und wir mussten aber unbedingt los. Also habe ich den Lütten in seine regenfeste Kleidung gepackt, Gummistiefel angezogen und wir sind losgelaufen. Immer wieder hat er ganz verzückt die Hand nach oben gehalten, um den Regen zu spüren, die Zunge rausgestreckt, ist in Pfützen gesprungen und hat mit seinen kleinen Händchen darin herumgewühlt. Merke: Kleinen Kindern kann Regenwetter sehr wohl Spaß machen!

Eine gute Regenhose und ein gescheiter Regenmantel sind nicht nur modisch inzwischen auf dem breiten Markt angekommen, sie machen Regenwetter sofort deutlich erträglicher und zum kleinen Highlight.

Ballspiel Spaziergang

Bewegung für Kinder in den Alltag integrieren: Tierische Hilfe dazuholen

Gerade waren wir für drei Tage in Berlin bei einer lieben Freundin von mir, die drei Hunde hat. Nach einer Stunde war Karl regelrecht beleidigt, wenn er die Leine nicht mehr halten durfte und auch Christines Hund Boris wollte er immer an der Leine führen. Überraschenderweise wuchs mit der Verantwortung auch die Schnelligkeit des Kindes und das trotz kurzer Beine. Also mein Rat an euch: Sucht euch Freunde mit Hunden!!! 😉

Kind und Hund

Weil für uns ein Hund nicht in Frage kommt, haben wir uns mit den Nachbarn angefreundet, die gerne beim Gassi gehen stehen bleiben und sich die Zeit nehmen, damit der Kurze den Hund ausgiebig bewundern, streicheln und auch füttern kann. Win-win!

Bewegung für Kinder

Bewegung für Kinder in den Alltag integrieren: Sportarten ausprobieren lassen

Ich selbst habe leider nie eine ultimative Sportart für mich entdeckt. Der Trend des Gruppensports ist irgendwie an mir vorbeigezogen während alle meine Freunde Handball, Fußball und Tennis spielten und auch Fitnessstudios locken mich so gar nicht. Deswegen habe ich mir schon dick hinter die Ohren geschrieben, den Kurzen wirklich alles ausprobieren zu lassen, worauf er Lust hat. Sobald er etwas fester auf den Füßen, sicherer in seiner Motorik ist und vielleicht schon einen Plan davon hat, was ihn interessieren könnte, werden wir die Sportvereine in unserer Umgebung abklappern und munter drauflos testen.

Erschrecken Pia Winter

Bewegung für Kinder im Alltag integrieren: Die richtige Betreuung finden

Karl ist ja in der Krippe und deswegen sechs Stunden am Tag in fremder Betreuung. Natürlich kann auch hier schon einiges am Bewegungsbedarf abgedeckt werden. Hierfür war es mir wichtig, schon in der Krippen- oder Kita-Findungsphase bei den Erziehern in den Gruppen genau nachzuhorchen, was für Bewegungs- oder sogar Sportangebote sie für die Kinder haben.

Unsere Krippe hat beispielsweise einen großen Garten, sodass die Kurzen auch „mal eben so“ an die frische Luft zum Spielen können. Außerdem gehen sie einmal die Woche mit den Kids zum Wochenmarkt, um Obst und Gemüse zu kaufen und entdecken auch regelmäßig die nähere Umgebung und aufregende Spielplätze. Einmal die Woche geht es in die nahegelegene Turnhalle, wo die Kinder mit Bällen, Matten und einfachen Sportgeräten herumexperimentieren können.

Kind in Berlin

Bewegung für Kinder in den Alltag integrieren: Eine Reise nach Lappland gewinnen

Reima ist eine finnische Kinderbekleidungsmarke, die sich für die Wichtigkeit der Bewegung von Kindern einsetzen. In der Kampagne Reima Kidventure Challenge fordert Reima Kinder weltweit dazu auf, 1.000.000 Stunden lang Spaß zu haben und aktiv zu sein. Bis zum 31. Dezember 2017 könnt ihr die Aktivität eurer Kinder unter www.reima.com/de/kidventure eintragen und tolle Preise gewinnen. Der Hauptpreis ist eine Reise ins finnisch Lappland für die ganze Familie, die im März 2018 stattfindet.

Reima Aktivität

Schaut unbedingt auf der Seite vorbei. Ihr könnt dort ganz einfach an dem Balken (im Bild unten) eintragen, wie viele Stunden sich eure Kinder diese Woche bewegt haben. Dann nur noch fix die Mailadresse eingeben und schon seid ihr mit im Lostopf – nichts leichter als das. In Deutschland wurden schon über 42.000 Stunden gesammelt! Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen!

Reima Kampagne

Das waren meine 7 Tipps, wie ich die Bewegung für Kinder in unserem Alltag unterkriege und jetzt würde mich mal interessieren, wie ihr an die Sache herangeht! Vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Tipp, auf den ich noch nicht gekommen bin? Wenn dem so ist, dann schreibt ihn in die Kommentare. Ich freue mich auf eure Zuschriften!

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Dieser Blogpost entstand mit Kooperation mit Reima.

2 Kommentare

  1. Bewegung und Kinder ist wirklich so ein großes Thema. Aktuell sind wir auch noch ganz viel draußen und immer in Bewegung, aber wenn bald meine Elternzeit vorbei ist, denke ich, dass ich auch mehr darauf achten muss, dass wir weiterhin schön viel an der frischen Luft unterwegs sind.
    Dann will ich auch wieder mehr Fahrrad fahren. Wir sind in der Stadt auch immer ohne Auto unterwegs. Mit der Kleinen habe ich fast alles zu Fuß gemacht (und so ganz schön Kilometer gesammelt), aber bald darf sie dann auch mal mit aufs Rad. Darf ich fragen, was für einen Fahrradkindersitz ihr habt? Ich tue mich gerade mit der Entscheidung für einen noch etwas schwer.
    Liebe Grüße, Reise-Mama Wibke

    1. Hallo Wibke!
      Wir haben den von Yepp, den man vorn am Lenker befestigen kann und sind total zufrieden.
      Der ist auch echt einfach in der Handhabung, wenn man z.B. den Sitz schnell vom einen Rad zum anderen Rad tauschen will.
      Lieben Gruß,
      Pia

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