Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image

Little Lilies Diary | 09. October 2017

Scroll to top

Top

0 Kommentare

5 Tipps wie Kinder schlafen lernen auf Reisen und Zuhause

Pia
  • am 22. August 2017

Wie in jeder anderen Familie wahrscheinlich auch, war bei uns das „ins Bett gehen“, besonders ab einem halben Jahr, ein großes Thema. Klein wie Karl als Baby war, war es noch angenehm, auf meiner alten, 140 cm breiten Matratze zu schlafen und zu kuscheln. Aber je älter und größer er wurde, desto enger wurde es im Bett und umso wichtiger wurde der Schlaf. Gerade für uns als Eltern ist es absolut notwendig, nachts gescheit zu ruhen, damit wir fit und erholt in den nächsten, aufregenden Tag starten können. Deswegen gibt es heute ein paar Tipps für das Schlafen auf Reisen und Zuhause.

Bett mit Kind

Kurz zu unserer Abstill- und Schlafgeschichte: Mit sechs Monaten wollte ich den Kurzen abstillen, eigentlich. Leider war es wirklich ungemein praktisch, ihn jeden Abend mit ins Bett zu nehmen, zu stillen und mich heimlich davonzustehlen. Doch je älter er wurde, desto mehr störte es ihn, dass ich abends einfach nicht neben ihm liegen bleiben wollte. So wurde das Ins-Bett-Stillen langsam zu einer sehr unangenehmen Sache für mich. Tagsüber war zwar alles gut, er aß schon Beikost, nur die Nacht ging eben nicht ohne Muttermilch.

Irgendwann war ich nervlich ziemlich am Ende. Ich wollte nicht mehr jeden Abend anderthalb Stunden wach im Bett liegen und warten bis die Tiefschlafphase eingesetzt hatte. Aber ich konnte mich auch noch nicht so krass abnabeln und rigoros abstillen, vor allem nicht alleine. Ich bin ein paar Wochen mit dem Thema schwanger gegangen, habe viel drüber nachgedacht und mit meinem Freund darüber geredet. Letztendlich hat er es in die Hand genommen, ein neues Schlafritual einzuführen. Zwei Wochen saß er jeden Abend lang neben dem Bett vom Kleinen, trug ihn herum, legte ihn wieder hin und wippte am Bett. Damals ein wirklicher Befreiungsschlag für mich.

Lange war das also jetzt das Ding der Männer, das Ins-Bett-Geh-Ritual. Als ich vor ein paar Monaten meine Reise nach Berlin antrat, würde ich das erste Mal mit dem Kurzen allein verreisen, sprich ihn auch allein ins Bett bringen müssen, was vorher nur manchmal gut geklappt hat. Ich hatte echt Panik und die paar Abende und Nächte in der Hauptstadt nur mit dem Kurzen allein forderten mich sehr.

Im Hotel

Wieder Zuhause habe ich dann richtig gemerkt, dass ich durch die Reise Panik davor bekommen hatte, allein mit dem Kleinen loszuziehen. Einfach, weil eben auch gerade Abendrituale zwischen uns beiden nicht so klappten. Also habe ich ihn zwei Wochen lang jeden Abend ins Bett gebracht und versucht, ein Ritual für uns beide zu entwickeln, damit er versteht, dass auch ich für Nachtruhe stehe. Meine nächste Reise allein mit ihm war die nach Leipzig und ich muss sagen, dass da das Abendritual mit ihm schon wesentlich besser lief.

Ich habe nach längerem Rumprobieren jetzt ein paar Dinge gelernt, die für uns ganz gut funktionieren und euch und eurem Kind hoffentlich auch zu einem besseren Schlaf verhelfen.

Karl im Bett

Wie Kinder schlafen lernen: Finde einen Rhythmus

Der Tipp klingt banal, aber ich habe gemerkt, dass es wirklich essentiell wichtig für mein und unser Familienleben ist. Je weniger man darüber nachdenken muss, wann jetzt was im Alltag geschieht, umso besser! Bei uns schwanken zwar die Aufstehzeiten, je nach kindlichem Tatendrang, aber dafür gibt es jeden Abend gegen 18:30 Uhr Abendessen. Danach wird gewickelt, durchgelüftet und Zähne geputzt. Dann machen wir zusammen die Rollos und Gardinen zu und der Kurze darf sein Nachtlicht ausmachen. Derjenige, der ihn ins Bett bringt, nimmt ihn dann noch auf den Arm, summt ihm etwas vor, kuschelt und legt ihn dann ins Bett.

Ich habe am Anfang, als es bei mir noch nicht so gut klappte, auch immer alle Kuscheltiere von ihm ins Bett gelegt und ihnen gute Nacht gewünscht. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er, als er am Schluss dann an der Reihe war, schon wusste was passiert. Inzwischen mache ich das nicht mehr regelmäßig, nur wenn die Stimmung ein bisschen unruhig ist. Manchmal braucht er es auch noch, dass ich, wenn er im Bett liegt, noch kurz seinen Rücken kraule, aber in der Regel ist es besser, wenn ich schnell den Raum verlasse, damit er in die Traumwelt übergehen kann …

Wie Kinder schlafen lernen: Schaffe das Zuhause-Feeling auch unterwegs

Klar, Zuhause ins Bett bringen ist bei den meisten Kindern einfacher als auf Reisen. Manche Eltern bevorzugen, ihrem Kind ein Reisebett zu kaufen und es immer mitzunehmen. Ich mache es so, dass
ich Karl tagsüber schon mal in das fremde Babybett setze und schaue, wie er es findet. Meistens findet er es sogar total spannend mit den Netzen an den Seiten. Dann lege ich ein getragenes T-Shirt und sein Kuscheltier mit hinein, damit dort schon etwas auf ihn wartet, wenn er schlafen geht. Meine Mutter hat mir auch den guten Tipp gegeben, abends eine Schale mit Wasser und ein paar Tropfen Lavendelöl auf die Heizung zu stellen. Alternativ gibt es natürlich auch Lavendel-Kissen, die man auch im Sommer ins Bett legen kann. Ich finde den Duft total angenehm und beruhigend.

Wie Kinder schlafen lernen: Dunkel wie die Nacht

Für ihn ist es auch ziemlich wichtig, dass es im Zimmer sehr dunkel ist, damit er gut schlafen kann und nicht vorher schon abgelenkt wird. Ich habe meistens ein großes Mulltuch dabei, das ich, wenn ich die Unterkünfte nicht genug abdunkeln kann, über das Kinderbett lege oder vor das Fenster klemme. Wenn ihr etwas übers Bett legen wollt, ist es natürlich sehr wichtig, dass es ein dünner, leichter Stoff ist, damit noch genug frische Luft hindurch kommt.

Nicht jedes Kind bevorzugt Dunkelheit, aber unser Kleiner schon. Er hatte anfangs einen Globus im Zimmer stehen, aber der leuchtete so hell, dass er seinen Zweck leider ein bisschen verfehlt hat.

Karl und Justus

Wie Kinder schlafen lernen: Selbst zur Ruhe kommen

Den Tipp hat mir eine Freundin, die selbst drei Kinder hat, direkt nach der Geburt gegeben: nur wer Ruhe gibt, kann auch das Kind beruhigen. Ich kann selbst nur sagen, dass ich den Kurzen nicht ins Bett kriege, wenn ich selbst aufgewühlt bin. Deswegen ist es mir wirklich wichtig, mit ihm zusammen in Ruhe das Abendbrot einzunehmen, Zähne zu putzen (auch da putze ich mit) und dann ganz entspannt zu wickeln. Wenn ich gerade Stress im Kopf habe, dann atme ich während dieser Zeit bewusst ganz tief ein und aus und denke dabei immer „Lass los, lass los“. Klingt bescheuert? Hilft mir aber wirklich.

Auch wenn ich dann vorm Ins-Bett-Legen noch durchs Zimmer laufe und mit ihm kuschel, versuche ich, selbst die Augen zu schließen und runterzukommen. Meine Freundin hat mir den Tipp gegeben, Augenkontakt beim Hinlegen zu meiden. Besonders, wenn ich selbst nicht wirklich loslassen kann. Denn sensibel wie sie sind, merken Kinder oft sofort, dass irgendwas los ist und drehen meist selbst noch auf …

Bett

Wie Kinder schlafen lernen: Platz schaffen für Ausnahmen

Eigentlich schläft Karl in 80 Prozent der Fälle in seinem Bett, aber es gibt eben auch diese Ausnahmen, so wie gerade zum Beispiel, denn er bekommt seine Backenzähne und ist sehr unruhig. Ich finde es deswegen wichtig, mental und auch im Bett Platz zu schaffen für diese Zeiten und nachzusehen, dass es gerade nicht so klappt wie es am praktischsten wäre. Das ist ja die Aufgabe als Elternteil, immer flexibel zu bleiben.

Wie gerufen kam genau vor ein paar Wochen zum Beginn der Backenzahn-Zeit unsere neue Casper Matratze per Post. Gestern noch bestellt und schon am nächsten Morgen stand sie vor der Tür. Der erste Bonus: Wir haben nun tatsächlich 20 cm mehr Schlafkomfort, was bei einem stattlichen Einjährigen schon mal ganz schön viel weniger Enge im Bett macht. Der zweite Bonus: Die Matratze ist wirklich wahnsinnig bequem. Wir hatten vorher eine Federkern-Matratze, weswegen besonders ich mich erstmal ein wenig umgewöhnen musste. Meinem Freund hat das neue Casper-Feeling allerdings gleich von der ersten Nacht an gefallen.

Wir haben jetzt schon einige Wochen auf ihr genächtigt und ich muss sagen, als ich mit Karl eine Woche in Österreich war, habe ich den Schlaf-Comfort von Zuhause wirklich vermisst. Der Memory-Latexschaum macht, dass sich die obere Liegefläche der Matratze genau an die Konturen des eigenen Körpers anpasst. Das hat sich für mich am Anfang komisch angefühlt, weil ich im ersten Moment dachte, dass die Matratze nachgibt und zu weich ist. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an das Gefühl dieser „ersten Weichheit“. Das Coole an Casper ist, dass ihr selbst die Matratze hundert Nächte lang testen könnt. Wenn ihr dann merkt, dass sie nichts für euch ist, könnt ihr sie kostenfrei zurückgeben und erhaltet den gesamten Kaufpreis zurück. Gerade gibt es sogar eine Geburstagsaktion und somit Prozente auf den Kauf eines Casper Produkts. Es gibt neben den Matratzen nämlich auch Kissen, Bettwäsche und sogar Hundebetten.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Erfahrungen vielleicht die ein oder andere Inspiration bieten. Und eines sei klar gesagt: Bei uns klappt es oft auch nicht mit der entspannten Nachtruhe. Ich freue mich sehr, wenn ihr mit eure Erfahrung und Tipps mit Ins-Bett-Geh-Ritualen in die Kommentare schreibt!

Dieser Post entstand in Kooperation mit Casper, die uns die tolle Matratze zur Verfügung gestellt haben.

Kommentar abgeben