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Little Lilies Diary | 12. October 2017

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Hoch hinaus! 7 Tipps für das entspannte Wandern mit Baby

Frische, saubere Luft, der Duft von saftig grünen Almwiesen, die magische Ruhe der Natur, herrliche Aussichten, gemütliche Hütten zur Einkehr und ein einmaliges Gefühl von Freiheit – wer einmal Bergwandern war, weiß wohl, wovon ich rede. (Berg)Wandern macht süchtig. Und glücklich. Uns hat es vor der Geburt unserer Tochter regelmäßig in die Berge gezogen. Sollte das jetzt einfach so vorbei sein? Uns war schnell klar, dass wir auf jeden Fall wieder wandern wollten. Und zwar so schnell wie möglich. Der Berg rief – und das ziemlich laut sogar. Nachdem ich mich genug von der Geburt erholt hatte und unsere Tochter aus dem Gröbsten raus war, wagten wir den ersten Versuch. Und wir stellten fest: Wandern mit Baby ist nicht nur möglich, es macht sogar glücklich. Hier teile ich unsere Erfahrungen und Tipps mit euch.

Wandern mit Baby

Wandern mit Baby: Der richtige Zeitpunkt

Hier entscheidet ihr als Familie zusammen. Fühlt Mama sich fit genug für eine Wanderung? Ist die erste, anstrengende Phase mit Baby vorbei und hat sich alles langsam wieder eingependelt? Ist das Baby gesund? Dann nichts wie rauf auf den Berg. Die frische Luft, die Ruhe der Natur und etwas Abwechslung werden euch gut tun.

Julia und Kühe

Unsere erste Wanderung haben wir unternommen, als unsere Tochter fünf Monate alt war. Je jünger das Baby, desto einfacher wird das ganze Vorhaben. Dann schlafen sie noch viel, sind noch nicht mobil und wollen sowieso den ganzen Tag am liebsten umher getragen werden. Warum also nicht einfach wandern gehen?!

Frida in der Trage

Wandern mit Baby: Welche Touren? Wie lange können wir wandern?

Sucht euch eine Tour aus, die eurer Kondition entspricht. Nach der Geburt seid ihr vielleicht nicht ganz so fit wie vorher und müsst erst wieder zu eurer alten Form zurück finden. Lange, herausfordernde Tageswanderungen mit vielen Höhenmetern oder schwierigem Gelände eignen sich eher nicht. Einfache Wanderwege mit ein paar Steigungen, die leicht zu erreichen sind und Möglichkeiten zur Einkehr bieten, sind dagegen perfekt. Einfacher zum Gipfel geht’s natürlich mit der Gondelbahn oder dem Sessellift. Babys vertragen die Fahrt besser, wenn sie dabei gestillt werden oder etwas zum Nuckeln bekommen.

Gondel Selfie mit Baby

Auch auf die Länge der Tour solltet ihr achten. Drei bis vier Stunden reichen vollkommen aus. Je jünger das Baby, desto länger lässt es sich meistens tragen. Außerdem kommt es ein bisschen auf die Gewohnheit an: Tragt ihr euer Baby auch sonst viel und gerne? Dann wird es sicherlich länger in der Trage bleiben, als Babys, die sonst nie getragen werden. Ihr solltet natürlich wissen, wie lange es euer Baby in der Trage aushält, wie sein Tagesrhythmus und seine Vorlieben sind, dann könnt ihr die Wanderung perfekt danach ausrichten. Schätzt euer Baby richtig ein, und beachtet auch: In 3 Monaten kann das alles schon wieder komplett anders aussehen.

Ganz wichtig beim Wandern mit Baby ist, ausreichend Pausen zu machen, bei denen das Baby aus der Trage kann. Egal ob strampeln oder krabbeln – die meisten Babys brauchen zwischendurch Bewegung.

Pause mit Frida

Wandern mit Baby: Wie transportiere ich das Baby? Was muss das Baby anziehen?

Kleine Babys lassen sich am besten im Tragetuch oder in der Trage vorm Bauch transportieren. Bei uns hat sich die Ergobaby Trage bewährt, die unser Baby sowieso von zu Hause kannte, und ihm den geliebten Körperkontakt und Schutz bietet. Mit 9 bis 12 Monaten bzw. wenn das Baby eigenständig und für längere Zeit sitzen kann, kann es auch in eine Kraxe umziehen. Wichtig dabei ist, dass der Babykopf beim Schlafen gut abgestützt wird. Wir haben aus mehreren Gründen von einer Kraxe abgesehen. Hier entscheidet ihr am besten selbst, je nach Komfort des Trägers und Alter und Vorliebe des Babys.

Weltenbummlerleben

Da ihr das Baby in der Trage dicht an eurem Körper tragt, braucht es keine allzu dicke Kleidung. Beachtet aber, dass das Baby durch den direkten Körperkontakt passiv vom Träger nass geschwitzt wird. Ihr solltet also unbedingt Wechselkleidung für euch beide dabei haben. Leichte Wolle/Seide Bodys eignen sich gut für Babys, Baumwolle trocknet schlechter. Achtet auch darauf, dass es am Berg meist kälter ist als im Tal. Also für die Bergrast eine dicke Jacke oder einen Pulli plus Mütze für das Baby einpacken. Bei uns hat sich der Zwiebellook bewährt. Für schnelle Temperaturschwankungen hatten wir Stulpen aus Wolle dabei, die wir dem Baby an Arme und Beine überziehen konnten. Das praktische dabei: Ihr müsst das Baby nicht erst aus der Trage rausholen und es ggf. wecken falls es schläft. Ein Sonnenhut sollte auch immer dabei sein.

Baby Selfie

Wandern mit Baby: Was muss noch alles mit?

Beim Wandern mit Baby fällt um einiges mehr Gepäck an, als man das von früher gewohnt ist. Wickelsachen, Wechselkleidung für Baby und Eltern, Sonnenschutz und Babydecke sollten unbedingt mit. Außerdem kann Regenkleidung ganz sinnvoll sein, falls das Wetter umschlägt. Auf ausreichend Getränke für Eltern und Baby achten. Am einfachsten ist, wenn das Baby noch gestillt wird. Ganz wichtig: Proviant und Snacks für euch Eltern für zwischendurch. Denn das Tragen des Babys und Gepäcks kann ganz schön anstrengend werden. Aber keine Sorge, ihr werdet mit frischer Bergluft und grandiosen Aussichten belohnt.

Kuh mit Landschaft

Unsere Tipps für das Wandern mit Baby
  1. Wählt eine kurze und nicht zu schwere Wanderung aus mit Möglichkeit zur Einkehr.
  2. Plant ausreichend Zeit und genügend Pausen ein, und denkt daran, dass ihr eventuell viel länger als sonst für eine Strecke benötigt.
  3. Informiert euch über Wickelmöglichkeiten vor Ort und bereitet euch darauf vor, das Baby auch irgendwo am Wegesrand zu wickeln oder zu füttern.
  4. Vergesst nicht die Wechselkleidung für euch und euer Baby
  5. Das Baby vor direkter Sonneneinstrahlung schützen: Sonnenhut oder großes Mulltuch mitnehmen.
  6. Achtet auf das Wohlbefinden eures Baby (bequemer Sitz, kalte Arme/Beine)
  7. Seid für alle Eventualitäten gewappnet: Regen, Kälte, Wind, Hitze, Müdigkeit
    …. und zu guter Letzt: Bleibt entspannt und flexibel. Und dann ab in die Berge!

Berghuette zur Einkehr

5 babyfreundliche Wanderungen in Bayern und Österreich

Wandern mit Baby: Kampenwand am Chiemsee

Das Wanderwegenetz auf der 1669 m hohen Kampenwand ist eines der weitläufigsten und abwechslungsreichsten in den Bayerischen Alpen. Hinauf auf 1.500 Meter geht es ganz bequem mit der Kampenwandbahn. Die Bergstation ist ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade, je nach Lust und Kondition. Besonders mit Baby eignet sich der fast ebene und gut ausgebaute Panoramaweg mit traumhaftem Ausblick auf das Alpenvorland und den Chiemsee. Die SonnenAlm nahe der Bergstation punktet mit windgeschützter Panoramaterasse, Hochstühlen, Wickeltisch und sogar Kinderbüchern und einer Kinderspeisekarte.

Kuh

Wandern mit Baby: Zeitberg in Bad Kohlgrub

Das „Hörnle“ , Bad Kohlgrubs Hausberg mit seinen vier Gipfeln, bietet grandiose Aussichten auf die Ammergauer Alpen. Ihr könnt ganz entspannt mit der Hörnlebahn nach oben fahren. Oben angekommen erstreckt sich auf dem sogenannten Zeitberg ein 4 Kilometer langer Höhen-Rundwanderweg mit neu gestalteten Ruhe-Inseln. Ob 3D Naturkino, Leseecke oder Massageliegen – die Stationen laden zu einer besonderen Auszeit ein. Perfekt um abzuschalten, Kraft zu tanken und die Natur mit allen Sinnen zu genießen. Einkehren könnt ihr unterwegs in der Hörnle Alm und der Hörnle Hütte.

Bergbahn Landschaft

Wandern mit Baby: Jochberg

Für alle, die mal wieder einen Gipfel selbst erklimmen wollen, anstatt mit der Gondel zu fahren. Die Rundtour zum Jochberg ist eine schöne Bergwanderung mit meist steilen Pfaden (Trittsicherheit sollte vorhanden sein!) und lässt sich in ca. 4 Stunden begehen ( ohne Pausen). Der Jochberg liegt auf 1565m Höhe am Walchensee in der Nähe von München und ist eine der bekanntesten Wanderungen der bayrischen Voralpen. Nachdem ihr die 750 Höhenmeter überwunden habt, bietet sich oben ein atemberaubendes Panorama über die bayrischen Voralpen und Kochel-, Staffel-, Ammer- und Starnbergersee. Die nette Jocheralm mit großer Terasse lädt zur Einkehr ein. Auf dem Rückweg kommt ihr am Ufer des türkisglitzernden Walchensees vorbei und könnt euch von der Anstrengung abkühlen. Badesachen nicht vergessen.

Gipfelkreuz Wanderung

Wandern mit Baby: Schatzberg in der Wildschönau, Österreich

Wildschönau liegt mitten in Tirol und zählt zu den schönsten Wandergebieten in den Tiroler Bergen. Die Sommerbergbahn Schatzberg bringt euch vom Zentrum in Auffach auf den gleichnamigen Berg. Von hier aus warten jede Menge Wandermöglichkeiten. Für eine kleine, leichte Wanderung empfiehlt sich der Schatzberg Rundweg. In zwei Stunden wandert ihr ca. 4 Kilometer auf ebenem Gelände und könnt den grandiosen Ausblick auf die umliegende Bergwelt der Wildschönau und des Alpbachtals genießen. Der Weg eignet sich sogar für Familien mit Kinderwagen. Danach könnt ihr auf der Schatzbergalm gemütlich einkehren. Hier gibt es sogar Wickeltische, mobile Hochstühle, Spielzeug und einen Spielplatz.

Wandern mit Baby Weltenbummlerleben

Wandern mit Baby: Kundler Klamm in der Wildschönau, Österreich

Gleich noch eine babyfreundliche Wanderung in der Wildschönau. Die Kundler Klamm ist eine der schönsten Naturschluchten in Österreich und ein lohnendes Ausflugsziel. Der 3,5 Kilometer lange Wanderweg eignet sich sogar für entspanntes Wandern mit dem Kinderwagen und führt vorbei an Wiesen und Wäldern zur Klammstrecke. Lasst euch von 200 Meter hohen und steilen Felsflanken und tosenden Wassermassen beeindrucken. Wenn ihr die Wanderung verkürzen wollt, könnt ihr ab Mühltal in den Bummelzug Wildschönau einsteigen, der in gemächlichem Tempo bis zum Eingang der Klamm fährt. Am Ende der Klamm befindet sich die Jausenstation Waidmannsruh zum Einkehren.

Robert und Frida

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Tipps Wandern mit Baby

Waldwanderung mit Baby Frida und Kuh Frida Kuehe Landschaft Wanderung Pferde auf der Wanderung Wanderwege Markierungen Panorama Aussicht Wanderpause Panorama Zeitberg Berg Wanderung Wandern mit Baby Landschaft


DIE GASTAUTOREN

Julia und Robert bezeichnen sich selbst gerne als freie Nomaden. Seit 2012 tingeln sie gemeinsam durch die Welt, ohne festen Wohnsitz und mit wechselnden Jobs. 2016 kamen Töchterchen Frida und Wohnwagen Fridolin dazu.

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