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Little Lilies Diary | 16. December 2017

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Brushlettering Workshop: Schreibst du noch oder letterst du schon?

Pia
  • am 28. Mai 2017

Seit Wochen träume ich davon, endlich mal ganz alleine zu verreisen, eine kleine Auszeit vom Alltag zu haben. Da das ja nicht immer so klappt, wie man sich es gerade wünscht, habe ich mich auf die Suche begeben nach einem Kompromiss. In Bremen haben wir die wunderbare Kreativ-Werkstatt Kalle (kreative Halle), die regelmäßig coole Workshops anbietet. Von Siebdrucken über Hängematten nähen bis zum Lampen bauen – hier findet jeder ein passendes DIY-Projekt. Als ich dann bei Facebook sah, dass es im Mai einen Brushlettering Workshop geben sollte, zögerte ich nicht lange und buchte mich ein.

Es ist Samstag, 15 Uhr. Wir haben die Nasen dicht über dem superglatten Papier, unseren neuen, schwarzen Tombow Stift in der Hand und versuchen uns an der Kunst der modernen Kalligrafie – dem Brushlettering. Seit vier Stunden sitze ich hier, mit dreizehn anderen, und ein Krampf in der Hand folgt auf den nächsten. Mein Stift zittert, ich stöhne und Melanie, unsere Brushlettering-Workshop-Meisterin lacht: „Sieht doch schon gut aus, du musst was Süßes essen, dann zitterst du nicht so.“

Brushlettern ist eine Kunst und definitiv nicht so einfach, wie ich vorher gedacht habe. Hier wird der Brush Pen übers Papier geschoben, gezogen und geführt – alles kleine aber feine Unterschiede.

Was braucht man fürs Brushlettering?

Zur Grundausstattung für Brushlettering Anfänger gehört auf jeden Fall ein Fasermaler wie der Tombow Duo-Brush Pen, der auf der einen Seite ein normaler Filzstift ist, auf der anderen Seite ein Filzstift in Form eines Pinsels, bestehend aus vielen kleinen Fasern, die aber recht stabil sind. Damit dieser beim konzentrierten Lettern nicht kaputt geht, braucht man dazu noch besonders glattes Papier – glatt wie ein Kinderpopo. Gut eignet sich z.B. der DotPad Block von Rodia, der durch die gepunktete Markierung auch noch das Zeichnen besonders gerader Linien ermöglicht.

Was ist der Kern des Brushlettering?

Ich bin ja ein Freund der vereinfachten Darstellungen, halt ein typischer, norddeutscher Pragmat. Deswegen wage ich mich mal weit aus dem Fenster und sage, dass das verschlungene Schreiben aka Brushlettern meistens den einen Kern hat: Immer wenn der Stift nach oben geführt wird, sollte die Linie dünn sein, nach unten wird’s dick und geschwungen. Ganz klar – der knifflige Teil sind die Übergänge zwischen den Auf- und Abschwüngen.

Natürlich gibt es beim Brushlettering die verschiedensten Arten zu schreiben, aber für den Anfängerkurs haben wir uns auf diese Grundregeln konzentriert und hatten eine Menge zu tun mit dem Auf- und Abschieben des Stiftes.

Sechs Stunden haben die anderen Kursteilnehmer und ich gelettert, was das Zeug hält, unter Anleitung von Melanie aka. @fraeuleinsuessholz. Aber jetzt Schluss mit dem Gequatsche, so sieht es bei einem Brushlettering Workshop aus:

Die liebe Melanie, ganz in ihrem Element

So schön waren die Materialien und Plätze für uns vorbereitet! <3

Fleißig am Üben …

… der Kaffee darf natürlich bei so einer Konzentrations-abverlangenden Aufgabe nicht fehlen!

Wir hatten auch ein Geburtstagskind unter uns.

Die Krönung des Brushlettering bilden schöne Blumenkränze & selbst gezeichnete Banner.

Brushlettering Crew Bremen

Vielen Dank an die anderen Teilnehmer, Kalle & Melanie für den schönen Nachmittag!

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